Beinahe 50 Jahre ist es nun her, dass Walt Disney den Zeichentrickfilm „Das Dschungelbuch“ veröffentlichte. Bis heute bleibt dieser nach Zuschauerzahlen der erfolgreichste Film in deutschen Kinosälen. Nun hat Regisseur Jon Favreau den Klassiker auf technisch höchstem Niveau neu verfilmt. Für alle Nostalgiker mit Kindheitserinnerungen an die Videokassette natürlich Grund genug skeptisch abzuwarten, ob sich das gelohnt hat – und das hat es auf jeden Fall!

Die Geschichte ist soweit bekannt und Drehbuchautor Justin Marks hat viel Feingefühl bewiesen, indem er es schafft, alle wichtigen Merkmale des bekannten 1967er Films mit Elementen aus dem Originalbuch von Rudyard Kipling zu verbinden. Baghira, der schwarze Panther, bringt den Menschenjungen Mogli zu einer Wolfsfamilie, wo er von der Wolfsmutter Raksha großgezogen wird. Der gefürchtete Tiger Shir Khan trachtet nach Moglis Leben, woraufhin dieser den Dschungel verlassen muss. Er begegnet dem gut gelaunten Bären Balu, der Schlange Kaa und Affenkönig Louie möchte von ihm das Geheimnis der roten Blume erfahren.

Im Handlungsstrang sind also keine großen Überraschungen zu erwarten, doch der Film lebt von seinen Bildern, beeindruckend mittels Bluescreen-Technik sowie Motion Capturing, beziehungsweise Computer Generated Imagery erzeugt. Neel Sethi in der Rolle von Mogli war größtenteils von einer blauen Landschaft umgeben, in welcher seine tierischen Schauspielkollegen durch Puppen ersetzt wurden. Durch aufwendige Nachbearbeitung entsteht ein wirklich realistisches Bild, die Mimiken der verschiedenen Tiere wurden vorher genau studiert und bis ins kleinste Detail umgesetzt. Größen wie Bill Murray, Ben Kingsley und Scarlett Johansson leihen dem Original ihre Stimmen und runden eine anspruchsvolle Produktion ab. Geschätzte 175 Millionen hat das animierte Spektakel gekostet. Entstanden ist ein besonderer Film, der einem Klassiker zu neuem Glanz verhilft und ein beeindruckendes Paradebeispiel für CGI und moderne Filmtechnik abgibt.

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