Synchron zum Leinwandgeschehen
wird der Zuschauer
bei Filmbeginn buchstäblich ins
kalte Wasser geworfen. Was Fans
der Videospielreihe „Max Payne“
bereits kennen, erfährt der Außenstehende
in kurzen Rückblicken,
die ihm wie fehlende Puzzleteile
zugespielt werden:

../images/kino_tips.jpgMax Payne (Mark Wahlberg), der bei der Mordkommission arbeitet, betritt sein Haus, in welchem er Frau und Kind ermordet auffindet. Während er zwei der noch anwesenden Täter ausschaltet, kann Payne einen weiteren an dessen Flucht nicht hindern. Allen Anstrengungen zum Trotz ist dieser auch in der Folgezeit nicht ausfindig zu machen, wodurch der Fall als ungelöst aufgegeben wird. Von Rachegelüsten getrieben wechselt Payne in die Abteilung der ungeklärten Mordfälle. Als er schließlich selbst ins Visier seiner Kollegen gerät, die ihn mit dem Mord an einer jungen Frau (Olga Kurylenko) in Verbindung bringen, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Um sich selbst entlasten zu können, folgt Payne den Spuren auf eigene Faust, welche von Minute zu Minute immer mehr Parallelen zum Tod seiner Familie ziehen.

Wer sich mit dem Videospiel beschäftigt hat, darf vom Film keine großen Neuigkeiten erwarten. Natürlich gibt es zahlreiche Anlehnungen zu entdecken. Die verschiedenen Charaktere wurden gut besetzt und die stilistische Umsetzung ist ebenfalls gelungen. Der Maßstab, den der erste Teil der Spielserie im Jahr 2001 vorgab, kann in der Filmumsetzung jedoch keinesfalls gehalten werden. Dafür fehlt der Geschichte ein Hauch Originalität beziehungsweise die Einzigartigkeit, welche „Max Payne“ einst ausmachte. So wird der Film auch diejenigen nicht vom Hocker reißen, die sich dem Spiel zuvor nicht gewidmet haben. Zu durchsichtig erscheint das Ende, zu einfach wird die verzwickte Situation gelöst. Ein wirkliches Highlight sucht man ebenfalls vergebens. Wer jedoch einen soliden Actionfilm sucht, braucht den Kinobesuch nicht zu scheuen.

5 von 10 Punkten

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